Vom 12. Jahrhundert bis heute

Die erste urkundliche Erwähnung des Steinbachhofs geht auf das Jahr 1178 zurück. Das nahe gelegene Kloster Maulbronn – etwa 30 Jahre zuvor von Zisterzienser-Mönchen gegründet – erwirbt den Neubruchzehnten in Steinbach (Steinbaho) vom Speyerer Domkapital. In mühsamer Arbeit gelingt es den Mönchen aus dem »wüsten und unwegsamen Ort« – tanquam de loco deserto et invio, horroris et vaste solitudinis – in der folgenden Zeit wieder fruchtbringendes Land zu machen. Einige Jahre später überlässt Bischof Ulrich von Speyer den Zehnten in Steinbach endgültig dem Kloster.

Im Spätbarock entstanden die heute noch erhaltenen Gebäude wie das Wohnhaus und der Fruchtkasten; der Weinkeller ist sogar noch älter. Im 19. Jahrhundert kamen Feldscheuer und Wagnerei (heute Gästehaus) hinzu und vom Königshaus Württemberg erworben. Ab 1848 bewirtschaftet die Familie Hehr als dessen Pächter den Steinbachhof mit Viehzucht, Acker-, Obst- und Weinbau . 1974 erwarben die Eltern des heutigen Besitzers (die Mutter ist eine geborene Hehr) vom ehemaligen Königshaus die landwirtschaftlichen Flächen und den Hof.

Seit 1998 führt Ulrich Eißler den Hof. Er verpachtete die Agrarflächen und widmete sich verstärkt dem Weinbau. In verschiedenen Lagen des malerischen Naturparks Stromberg werden auf derzeit 8,7 Hektar Anbaufläche vom Riesling, über Weißburgunder bis zum Lemberger verschiedene Rebsorten angebaut. Der Ausbau erfolgt direkt auf dem Weingut und können auch hier direkt erworben werden.

Um die historische Bausubstanz der Allgemeinheit zu erhalten und zugänglich zu machen wurden die Wirtschaftsgebäude in den letzten Jahren aufwändig renoviert. Jetzt können sie als stimmungsvolle Bühne für Veranstaltungen aller Art genutzt werden. In der alten Wagnerei entstanden sogar Gästezimmer.

Weinbau mit persönlicher Handschrift

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Das Weingut Steinbachhof-Team

Nanna und Ulrich Eißler kamen beide erst über Umwege zum Wein. Ulrich Eißler lernte zunächst Weinbautechniker, und studierte aber anschließend Agraingenieur. Ihm wurde jedoch während des Studiums klar, dass doch »Weinmachen« seine wahre Passion und Berufung ist.